RUB » Blue Square » Veranstaltungen » Peter Carl Fabergé: Ei-Kunstwerke vom russischen Zarenhof bis zu James Bond 007

Peter Carl Fabergé: Ei-Kunstwerke vom russischen Zarenhof bis zu James Bond 007

Kategorie(n): 
Einblicke
Veranstalter: 
Dezernat Hochschulkommunikation der RUB
Montag, 21. September 2020, 18:00 Veranstaltung fällt aus!
Etage: 
1

Die Juwelierwerkstatt von Peter Carl Fabergé (1846-1920) in Sankt Petersburg war vermutlich die bekannteste ihrer Zeit. Sie kreierte filigrane Schmuckstücke, kostbare Silberware und Souvenirs für die russische Zarenfamilie und den europäischen Adel. Einen besonderen Platz in der Geschichte der Manufaktur nahmen die berühmten Kaiserlichen Ostereier ein.

Die Fertigung der Fabergé-Eier endete jedoch zusammen mit der Romanow-Dynastie: Während der Revolution 1917 wurden einige der Kunstwerke eingeschmolzen oder zerstört, andere wiederum von der neuen russischen Regierung beschlagnahmt und an westliche Kunsthändler verkauft. Die politischen Veränderungen im Lande akzeptierte der Zarenjuwelier nicht: Nach der Hinrichtung von Nikolaus II. und seiner Familie schloss Fabergé seinen Betrieb und floh in die Schweiz.

Viele Jahre später wurden Fabergé-Eier zum Gegenstand der Massenkultur: So spielen sie beispielsweise in den Filmen „Octopussy“ der James-Bond-Saga und „Ocean’s Twelve“ eine Hauptrolle. In der berühmten Eier-Form stellt man zudem zahlreiche Massensouvenirs und Wodkaflaschen her, Fälschungen der Eier werden sogar zu Schmuggelwaren. Im Jahr 2004 kaufte der russische Oligarch Wiktor Wekselberg von der Familie Forbes in New York für etwa 100 Millionen Dollar ihre wertvolle Fabergé-Kollektion mit 190 Kunstwerken, darunter auch neun Kaiserliche Ostereier, die nun in ihrer Heimat – im Fabergé-Museum in Sankt Petersburg – zu sehen sind.

Aus Anlass des 100. Todestages erinnert der Vortrag an einen der berühmtesten Juweliere des Zarenrusslands und das turbulente Schicksal seiner Kunstwerke.

Referentin: Daria Khrushcheva, Seminar für Slavistik / Lotman-Institut für Russische Kultur, Ruhr-Universität Bochum

öffentlich
ohne Anmeldung
Eintritt frei